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16.09.2013

Google: Passwörter sind tot


Eine Google-Managerin erklärte Passwörter auf einer Konferenz für tot.

Heather Adkins ist Managerin bei Google und ist fest davon überzeugt, dass die Zeit der Passwörter vorbei sei. Auf der Konferenz TechCrunch Disrupt erklärte sie bei einer Veranstaltung unter dem Motto „Spione wie wir“, dass sich vor allem Start-Up-Gründer Alternativen oder Zusätze für Passwörter überlegen müssten. Um Nutzern eine gewisse Sicherheit für ihre Daten zu garantieren, könne man sich nicht mehr nur auf eine Passwort-Abfrage beschränken.

Für Adkins, bei Google für die Informationssicherheit zuständig, ist klar: „Unsere Beziehung zu Passwörtern ist vorbei.“ Das Unternehmen feilt schon länger an der Zwei-Faktor-Authentifizierung, auch mit anderen Möglichkeiten wird experimentiert. So finden Versuche mit Hardware-Tokens sowie einem System von Motorola statt, bei dem Nutzer über etwas identifiziert werden, das sie in oder an der Kleidung tragen – „Ein Hacker kann das nicht von ihnen stehlen.“ Für den Suchmaschinenkonzern ist ein Zurück nicht vorstellbar: „Mit Passwörtern haben wir bei Google abgeschlossen.“

Google-Nutzer, die sich noch nicht für die Zwei-Faktor-Authentifizierung entscheiden haben, müssen mit einem Angriff rechnen: Einige Hacker übernehmen derzeit die Konten und aktivieren selbst die Zwei-Faktor-Authentifizierung. So wird der eigentliche Nutzer ausgeschlossen, sein Konto kann problemlos für den Versand von Spam-Nachrichten genutzt werden. „Sie finden immer neue Methoden, um Geld daraus zu machen“, so Heather Adkins. „Methoden, die wir nicht erwartet hatten.“

Wer ein Start-Up-Unternehmen gründet, könne sich nicht mehr nur auf die gute alte Passwort-Abfrage verlassen. Wer das tut, müsse gleich eine Abteilung einplanen, die sich ausschließlich um „kompromittierte Kunden kümmert“. Eine frisch gegründete Technologiefirma brauche aber laut Adkins auf jeden Fall jemanden unter den ersten 25 Mitarbeitern, der sich Vollzeit um den Bereich Sicherheit und den Schutz der Privatsphäre kümmert.

Bei Google geht es schon länger um das Problem, dass Passwörter nicht mehr zu gebrauchen sind, um ein System zu sichern. Über einige Jahre hinweg soll deswegen eine Strategie ausgearbeitet werden, deren Ziel eine sichere Authentifizierung über Smartphones oder auch „Smart Apps“ ist.

Nicht nur Google forscht nach neuen Sicherheitsmöglichkeiten. Apple hat in das neue iPhone 5S einen Fingerabdrucksensor eingebaut. TouchID ist direkt mit dem Home-Button verknüpft und sorgt dafür, dass das Gerät über den Fingerabdruck entsperrt wird.


Quelle: www.zdnet.de
Bild: EIC Agency LLC - Fotolia.com

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