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17.10.2012

Bald Betriebssystem von Kaspersky?


Security-Konzern Kaspersky ist mit der Entwicklung eines eigenen Betriebssystems beschäftigt, das sich durch besondere Sicherheit auszeichnen soll.

Es sei für den exklusiven Einsatz in Industriesystemen vorgesehen, um diese vor Malware und Cyberattacken zu schützen. Bisher besteht in zahlreichen Unternehmen das Problem, dass bestimmte Netzwerke und Industriekontrollsysteme im Not- bzw. Angriffsfall nicht einfach abgeschaltet werden können. Hierdurch käme es zu einer Unterbrechung bzw. Beeinträchtigung wichtiger Prozesse und Infrastrukturen, so dass bei einer Malware-Attacke der benötigte Patch parallel zum laufenden Betrieb installiert werden müsse. Dies wiederum sei mit vergleichsweise hohem Aufwand verbunden.

Mit einem OS, das auf die Bedürfnisse von Industriesystemen abzielt, will Kaspersky die derzeitige Bedarfslücke schließen. Dabei treten zweckfremde und nichtgeschäftliche Gesichtspunkte der Nutzung in den Hintergrund, so dass das Betriebssystem ausdrücklich nicht für die Anwendung auf privaten PCs gedacht ist. Stattdessen soll es auf unternehmensspezifische Anforderungen zugeschnitten sein. Dazu zählt auch, dass das von Kaspersky angedachte OS keine Ausführung von Code durch Dritte zulässt. Das Eindringen in das System sowie die nicht autorisierte Ausführung von Anwendungen seien nicht möglich.

Spezifische Informationen zu seinen Plänen will der Konzern aufgrund von Sicherheitsvorkehrungen nicht bekannt geben. Als Grundvoraussetzungen für solch ein sicheres Betriebssystem nennt Kaspersky folgende Aspekte:

  • Code muss von Grund auf neu geschrieben werden

  • Kernel muss zu 100 Prozent frei von Fehlern und Anfälligkeiten sein und darf solche auch nicht zulassen

  • Code ist auf ein Minimum zu reduzieren, sein Maximum (inkl. Treiber) wird vom Kern bestimmt und er muss mit Zugangsrechten niedriger Stufe ausgeführt werden können




(Quelle: www.zdnet.de)

(Bild: © Sport Moments - fotolia.com)

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