Sie sind hier:  IT News  »  Artikel

 
03.07.2012

Twitters erster Transparenz-Report!


Twitter führt in seinem Transparenz-Report auf, wie viele Anfragen auf Datenherausgabe oder Entfernung von Inhalten eingegangen sind.

Der Report dient laut Twitter der Information seiner User sowie der Schaffung eines Bewusstseins für derartige Anfragen bei potentiellen Antragsstellern. Insgesamt solle damit, wie der Name erahnen lässt, für mehr Transparenz und außerdem mehr Verantwortungsbewusstsein gesorgt werden. Für die Zeit von Januar bis Juni 2012 liefert der Transparenz-Report folgende Ergebnisse:

Anfragen für die Identifikation von Twitter-Usern durch staatliche Instanzen:



  • 849 Anfragen insgesamt; davon 679 bzw. knapp 80 Prozent aus den USA. Für 75 Prozent der amerikanischen Anfragen soll Twitter erbetene Informationen ausgehändigt haben

  • 98 Anfragen aus Japan; in 20 Prozent der Fälle habe Twitter Daten weitergegeben

  • Je 11 Anträge aus Kanada und Großbritannien

  • Aus den übrigen im Report genannten Ländern (auch Deutschland) weniger als 10 Anträge; selten wurden die angefragten Daten ausgehändigt


Aufforderung zur Entfernung von Inhalten:



  • Beinahe 3.400 Anfragen bezüglich Entfernung wegen Urheberrechtsverletzungen; Folge habe man in 38 Prozent der Fälle geleistet, so dass 5275 Tweets aus 5900 Accounts gelöscht worden seien. Medieninhalte habe man in knapp 600 Fällen entfernt.

  • Gerichtliche oder behördliche Aufforderungen zur Entfernung von Inhalten: 6 Aufforderungen aus 5 verschiedenen Staaten, wobei Twitter keiner davon nachgekommen sei.


Erst gestern hat ein Richter in den USA Twitter angewiesen, die Nutzerdaten eines Users auszuhändigen, der während einer Occupy-Demonstration im Oktober vergangenen Jahres festgenommen worden war. Aus den Tweets will das Gericht Aufschluss darüber gewinnen, ob und wie viel der Angeklagte von der illegalen Marschroute wusste. Vor dem Hintergrund der Tatsache, dass Tweets allgemein zugänglich sind, sei auch deren Herausgabe sowie die der entsprechenden Nutzerdaten rechtlich möglich, so das Gericht. Die Tweets könnten damit im Prozess zum Einsatz kommen.


(Quelle: www.heise.de)

(Bild: © Twitter.com)

Weitere Artikel

Kommentare

  • Keine Kommentare vorhanden

Artikel kommentieren