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06.06.2012

IPv6 für Privat-Kunden noch 2012!


Die Telekom hat angekündigt, noch in 2012 IPv6-Konnektivität im Rahmen von Dual-Stack-Anschlüssen bereit zu stellen.

Den offiziellen weltweiten Launch-Day für IPv6 hat die Telekom allerdings bereits verstreichen lassen, ohne ihren Endkunden IPv6-taugliche Anschlüsse zugänglich zu machen. Zumindest zählt sich der Konzern mit T-Online zu den ca. 3000 Anbietern, die sowohl via IPv4 als auch IPv6 zu erreichen sind. Man wolle sich mit seinem Netzwerkangebot trotz erfolgreicher und vielversprechender Tests noch solange zurückhalten, bis eine entsprechend hohe und gleichbleibende Qualität gewährleistet werden könne, so ein Telekom-Sprecher. Der stärkste IPv6-Motor bestehe in der Tatsache, dass die Zahl der zur Verfügung stehenden IPv4-Adressen beinahe aufgebraucht sei.

Eine aus Expertensicht mit weitaus höheren Kosten verbundene Alternative zu IPv6 stellen beispielsweise Carrier Grade NATs dar, durch die darüber hinaus die End-to-End-Kommunikation aufgebrochen würde. Außerdem verzögere sich die endgültige IPv6-Einführung dadurch, dass IPv4 nicht ohne Weiteres von heute auf morgen abgeschaltet werden könne. Der Bedarf an IPv4 nimmt noch immer zu, zugleich aber werden im August dieses Jahres die letzten IPv4-Adressen für Europa zugeteilt. Daher müsse man sich um eine Übergangslösung bemühen, um die Zeit der Umstellung zu überbrücken. Die Telekom habe bereits ihrerseits Lösungsansätze vorgeschlagen, die u.a. vorsehen, dass analog zum steigenden IPv6-Verkehr der Bedarf an dynamischen IPv4-Adressen gedrosselt werden solle.


(Quelle: www.heise.de)

(Bild: © Victoria - fotolia.com)

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