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BITKOM: Vorsicht vor der Abo-Falle!
01.03.2012

BITKOM: Vorsicht vor der Abo-Falle!Morgen stimmt der Bundestag über ein Gesetz gegen Kostenfallen im Web ab. Verbraucher müssen bei Online-Bestellungen explizit auf Kosten hingewiesen werden.
Der Vertragsabschluss soll zudem an die Betätigung eines entsprechend beschrifteten Buttons gebunden sein. Damit soll der Täuschung von Kunden durch vermeintliche Gratis-Angebote ein Riegel vorgeschoben werden. Häufig werden Internetnutzer über angeblich kostenlose Inhalte wie Produkte, Witze, Tipps oder andere Inhalte zu Registrierungen überredet. Im Kleingedruckten ist sodann oft zu lesen, dass mit der Registrierung Abonnements oder Vertragsabschlüsse wirksam werden. BITKOM befürwortet den Gesetzesentwurf und rät daher aus aktuellem Anlass zur Beachtung folgender Hinweise, um sich gegen Internet-Betrüger zu wappnen:

  • Keine persönlichen Daten für Gratis-Inhalte!


In der Regel ist für seriöse Gratis-Inhalte oder Produkte auch im Internet keine Angabe persönlicher Daten notwendig (Sonderfall: Versandadressen). Je sensibler die geforderten Daten sind, desto höher sollte das Misstrauen sein! Im Zweifelsfall sollte man nichts riskieren und lieber auf einen Klick verzichten.

  • Vorsicht bei Kleingedrucktem!


Oft verstecken unseriöse Anbieter Fangklauseln und Vertragsabschlüsse im Kleingedruckten oder in ihren AGBs. Ein vollständiges Impressum mit umfassenden Angaben zu Ansprechpartnern und Verantwortlichen zeugt von Seriosität. Lesen Sie sich bei interessanten Angeboten also aufmerksam AGB und Kleingedrucktes durch, bevor Sie Ihre Zustimmung zu etwas geben!

  • Im Zweifelsfall nichts bezahlen!


Wenn jemand Zahlungen fordert, muss er nachweisen, dass der Schuldner vertraglich zur Zahlung verpflichtet ist, und außerdem, dass er diesen im Vorfeld lückenlos über den Vertrag aufgeklärt hat. Fehlende oder versteckte Preisangaben haben keinen juristischen Bestand und sind daher ungültig. Im Zweifelsfalle sollten Sie auch dann nicht zahlen, wenn mit Anwälten oder Inkasso-Firmen gedroht wird! Eine einmal geleistete Zahlung kommt einer Zustimmung gleich und kann nicht mehr zurückverlangt werden.

  • Gebrauch vom Recht auf Widerruf!


Bei unseriösen Zahlungsaufforderungen können Sie von Ihrem Widerrufsrecht Gebrauch machen. Hierfür am besten einen Brief per Einschreiben mit Rückschein an den Fordernden versenden. Tipp: Geben Sie dabei nie mehr Daten von sich preis, als der Fordernde ohnehin schon kennt.

  • Widerspruch gegen Mahnbescheide!


Lassen Sie sich auch von Mahnbescheiden nicht beeindrucken, da auch diese keineswegs die Rechtmäßigkeit einer Forderung belegen. Allerdings müssen Sie innerhalb von zwei Wochen darauf reagieren. Hierbei müssen keine Gründe angegeben werden, i.d.R. reicht der bloße Widerspruch aus, um Betrüger abzuschütteln.

  • Eltern haften nicht für Kinder!


Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren dürfen ohne die Einwilligung ihrer Erziehungsberechtigten keine Verträge abschließen, die den Rahmen ihres Taschengeldes überschreiten. Solche Verträge sind ungültig und die Eltern müssen nicht für die „Abschlüsse“ ihrer Kinder einstehen, übrigens auch dann nicht, wenn die Kinder ihr Alter falsch angeben. Der Anbieter hat für eine aussagekräftige Authentifizierung des Alters seiner Kunden zu sorgen.


(Quelle: www.bitkom.org)

(Bild: © davidevison - fotolia.com)




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