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20.11.2014

TV-Markt: Auch Metz kapituliert


Mit Metz muss der nächste deutsche Elektronikhersteller die Segel streichen. Gegen die Konkurrenz aus Fernost kommen auch die Franken nicht an.

Mit dem Hersteller Metz verliert der deutsche Elektronikmarkt seinen letzten Fernsehgeräte-Produzenten. Die Franken hatten noch immer Fernseher hergestellt, nachdem die meisten deutschen Produzenten sich bereits gegen die Konkurrenz geschlagen gegeben hatten. Nun hat Metz laut dem Landgericht Fürth einen Insolvenzantrag gestellt.

Das Traditionsunternehmen Metz hat den Antrag bestätigt. Der Insolvenzverwalter Joachim Exner soll nun prüfen, ob es noch Chancen gibt, das Unternehmen fortzuführen, so der Gerichtssprecher Markus Pinzer. Im Moment beschäftigt Metz rund 550 Mitarbeiter.

Mit Metz muss sich der letzte Fernsehproduzent in Deutschland, dessen Firmensitz in Zirndorf bei Nürnberg liegt, gegen die übermächtige Konkurrenz aus Asien geschlagen geben. Schon seit Jahren gefährden die günstigen Modelle aus Fernost die Firma, Metz musste mehrere Jahre mit roten Zahlen abschließen. Allein 2013 brachen die Erlöse um 25 Prozent ein.

Metz hatte sich mit qualitativ hochwertigen Produkten einen Namen gemacht und richtete sich vor allem an die ältere Kundschaft. Um sich doch noch über Wasser zu halten, gestaltete das Unternehmen sein Sortiment komplett um. Das Unternehmen, dessen Produkte exklusiv im Fachhandel erhältlich waren, hatte sich bemüht, auch außerhalb bekannt zu werden.

Paul Metz hatte die Firma 1938 gegründet. 1993 starb der Firmengründer, seine Frau Helene übernahm mit 69 Jahren die Firmenleitung. Sie kümmerte sich nicht nur um Fernseher und Blitzgeräte, sondern auch um die dritte Sparte Kunststofftechnik. Helene Metz war noch lang Alleininhaberin der Metz-Werke GmbH & Co KG, zog sich erst 2010 aus der operativen Verantwortung zurück.

Quelle: www.heise.de
Bild: © dreamerve - Shutterstock.com

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