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18.11.2014

Ist Google Glass schon tot?


Die Google Glass wird in diesem Jahr wohl doch nicht mehr auf den Markt kommen. Viele Unterstützer haben das Interesse verloren.

Für Googles Datenbrille sieht es düster aus. Zwar heißt es von offizieller Seite erst mal nur, dass der Termin für die Markteinführung verschoben wird. Doch Google hat Probleme mit der Brille: Viele Entwickler haben kein Interesse mehr an dem Produkt, Firmen pausieren. Für App-Entwickler ist es besonders schwierig. Wie viele von ihnen weitermachen, bis Google Glass tatsächlich erscheint, ist fraglich.

Schon einmal wurde der Verkaufsstart für Google Glass verschoben, auch dieses Mal klappt es nicht mit der Veröffentlichung. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Für Endkunden wird die Datenbrille laut einem Google-Insider erst im Laufe des nächsten Jahres zu haben sein. Google will sie erst auf dem Markt bringen, wenn sie wirklich fertig sei.

Ob der nächste anvisierte Termin klappt, bleibt fraglich. Anfangs sollte Google Glass 2013 verkauft werden, im Frühjahr wurde der Termin dann auf 2014 verschoben. Den ursprünglich sehr interessierten Firmen und Entwicklern scheint es langsam zu bunt zu werden – viele machen eine Pause, einige haben ihre Arbeit an der Brille komplett eingestellt.

Die Nachrichtenagentur Reuters hat 16 verschiedene App-Entwickler befragt. Von ihnen arbeiten neun nicht mehr an dem Produkt. Viele sind laut der Agentur überzeugt davon, dass die Brille nicht als Massenprodukt geeignet ist, sehen sie eher im Einsatz für ganz spezielle Aufgabenbereiche. Von einem Durchbruch bei der breiten Masse geht kaum noch jemand aus.

Auch Google selbst musste einige der Glass-Entwickler einbüßen. Der leitende Entwickler Babak Parviz sowie der leitende Techniker Adrian Wong haben das Unternehmen inzwischen verlassen. Google beteuert aber, nach wie zu seinem Produkt zu stehen und es noch immer veröffentlichen zu wollen. Angeblich beschäftigen sich momentan mehrere Hundert Mitarbeiter mit der Weiterentwicklung von Google Glass.

Für Tester und Entwickler ist die Betaversion der Brille nach wie vor für 1.500 US-Dollar erhältlich. Sie hat eine Kamera, mit der man fast unbemerkt Fotos schießen kann und ein Mikrofon. Google Glass kann eine Internetverbindung aufbauen, um Zusatzinformationen einzuholen. Sichtbar sind diese in einem kleinen Display über dem rechten Auge.

Quelle: www.golem.de
Bild: © Hattanas Kumchai - Shutterstock.com

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