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03.03.2014

Keine Rettung für den Papier-Drucker?


Ein Experte vom IEEE prophezeit dem Drucker ein baldiges Ende. Tablets würden das Lesen auf dem Display etablieren und sie unnötig machen.

In einem Interview mit dem britischen Inquirer sagte Kevin Curran, Senior Member des IEEE (Institute of Electrical and Electronics Engineers), dem Laser- und Tintenstrahldrucker ein zeitnahes Ableben voraus. Unter anderem machten günstige Tablets das Ausdrucken von Texten überflüssig, weil diese auch auf dem Display gelesen werden könnten.

Laut Curran werde der Drucker „zu einem Gegenstand aus der Vergangenheit und es wird keinen Grund mehr geben, etwas auszudrucken. Je mehr Zeit online verbracht wird, desto mehr gewöhnt man sich daran, etwas auf dem Tablet zu lesen. Alles kann nun virtuell erledigt werden.“

Vor allem junge Nutzer verbringen immer mehr Zeit im Internet, wo sie Inhalte online lesen können. Laut einer Studie der Forschungsgruppe Wahlen, die im Januar 2014 veröffentlicht wurde, verbrachten 26 Prozent der Befragten in der Woche mehr als zehn Stunden im Internet. Je älter die Leute werden, auf desto weniger trifft diese Zeitspanne zu. So sind es bei den 18- bis 24-Jährigen 60 Prozent, von den über 60-Jährigen verbringen nur neun Prozent zehn Stunden wöchentlich im Netz. Für insgesamt 35 Prozent der Befragten reicht eine wöchentliche Nutzung zwischen drei und zehn Stunden aus, 17 Prozent benötigen sogar nur ein bis zwei Stunden.

Mobile Geräte, insbesondere Tablets, seien immer erschwinglicher und begünstigten durch ihre Ausbreitung das Verschwinden des Druckers, so Curran. Erst im Dezember 2013 kam in Großbritannien das Tablet Ubislate 7Ci auf den Markt, das umgerechnet nur 36 Euro kostet.

Obwohl es hierzulande noch keine ganz so günstigen Geräte gibt, nutzt bereits über ein Viertel der Deutschen über 14 Jahren ein Tablet – das sind mehr als 18 Millionen Menschen. Noch vor einem Jahr waren es nur 13 Prozent, also jeder Achte. Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder erklärt: „Tablet-Computer haben sich extrem schnell durchgesetzt und den PC-Markt tiefgreifend verändert.“ Das Angebot im Tablet-Bereich wird immer größer, auch im niedrigen Preissegment. Wer an einem 7 bis 8 Zoll Gerät interessiert ist und nicht über 200 Euro ausgeben will, hat eine sehr gute Auswahl.

Für den normalen Haushaltsgebrauch werde sich der 3D-Drucker laut Curran nicht durchsetzen können. Die Anschaffungskosten seien zu hoch, als dass man den Drucker außerhalb von Geschäften nutzen könne. Immerhin kann sich bereits jeder fünfte Deutsche vorstellen, einen 3D-Drucker zu nutzen.


Quelle: www.golem.de
Bild: © naypong - Fotolia.com

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