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27.01.2014

Das bleibt vom Smartphone-Speicher


Die Daten der Smartphone-Hersteller lesen sich immer toll, doch was bleibt wirklich übrig vom angepriesenen Smartphone-Speicher?n

Smartphones müssen immer mehr Daten aufnehmen können. Apps, Fotos, Musik – die Nutzer tragen längst kleine Computer mit sich herum. Doch der Speicherplatz gehört nicht dem Kunden allein, denn auch der Hersteller macht sich breit. Neben dem Betriebssystem sind viele Apps bereits vorinstalliert. So kann es schon passieren, dass die Hälfte des Speichers schon belegt ist.

Für viele Smartphone-Käufer ist der Speicherplatz ein entscheidendes Kaufkriterium. Schließlich sollen ja auch alle Apps darauf Platz finden. Doch die Tatsache, dass 16 GB auf der Verpackung steht, hat noch nicht viel zu sagen. Wie viel Speicherplatz dem Kunden tatsächlich zur Verfügung steht, hat Which mit einem Test belegt.

Samsung füllt den Speicher besonders prall. Von 16 GB, die das Samsung Galaxy S4 verspricht, bleiben dem Nutzer gerade mal 8,56 GB, knapp die Hälfte wird von Samsung selbst genutzt. Vor allem Touch Wiz, die eigene Benutzeroberfläche des Konzerns, nimmt viel Platz ein. Abgesehen davon installieren die Koreaner aber auch die meisten Apps und Features auf ihren Galaxy-Modellen. Wer mit diesen nichts anfangen kann, hat wohl einfach Pech gehabt.

Die anderen Hersteller geben sich da schon mehr Mühe. Das LG G2 landet zwar auf dem vorletzten Platz, belegt aber fast 2 GB weniger Platz als Samsung. So bleiben für den Besitzer 10,4 GB übrig. Noch einen Tick besser ist das HTC One Mini, das 10,44 GB Speicherplatz bietet. Auf Platz fünf und vier von den acht getesteten Geräten landen das Blackberry Z30 (11,2 GB) und das Sony Xperia Z1 (11,43 GB).

In den Top 3 sind gleich zwei Apple-Geräte vertreten. Auf Platz drei landet das iPhone 5S mit 12,2 GB freiem Speicher, das iPhone 5C kann sich mit 12,6 GB die Spitzenposition sichern. Dazwischen liegt mit 12,28 GB Speicherplatz noch das Nexus 5 von Google. Das klingt zwar toll, doch eines haben alle drei Top-Modelle gemeinsam: Ihnen fehlt ein Speicherkartenslot. So relativiert sich das Manko auf jeden Fall, denn selbst das am schlechtesten platzierte Galaxy S4 kann mit bis zu 64 GB zusätzlich ausgerüstet werden.

Das ändert natürlich nichts an der Tatsache, dass der Kunde hier fast schon getäuscht wird. Denn dass auch ein Betriebssystem Platz einnimmt, ist selbstverständlich. Doch erwartet der Kunde 16 GB und bekommt stattdessen nur die Hälfte, ist das nichts, womit er rechnen müsste. Er hat im Vorfeld ja auch keine Möglichkeit, den tatsächlichen Speicherplatz zu überprüfen.


Quelle: www.winfuture.de
Bild: © violetkaipa - Fotolia.com

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