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24.09.2013

Eigener Blog als Freelancer: Lohnt sich das?


Einen eigenen Blog zu führen bietet jedem Freelancer verschiedene Möglichkeiten, User an sich zu binden und Kunden zu begeistern.

Während ein Blog ein Forum für den regen Austausch einer eigenen Community darstellen kann, kann ein Blog in bestimmten Branchen – beispielsweise im Webmarketing – sogar Einkommen generieren. Egal, in welcher Branche Sie tätig sind: Stets müssen Sie abwägen, ob sich der Betrieb eines eigenen Blogs für Sie lohnt. Denn auch wenn es in der Praxis möglich ist, ohne erhebliche Kosten zu bloggen, kostet ein Blog doch immer eines: Zeit.

Freelancer profitieren zwar in der Regel von einer vergleichsweise freien Zeiteinteilung, ein erfolgversprechender Blog lässt sich aber dennoch nicht ohne Weiteres aus dem Ärmel schütteln. Wir betrachten zunächst, weshalb ein eigener Blog so aufwändig ist, und beleuchten dann, weshalb sich die Arbeit dennoch lohnen kann.

Was macht einen Blog so aufwändig?


Die ersten Schritte bei der Erstellung eines Blogs sind schnell gemacht: Es gilt, eine geeignete Blogplattform (z.B. Wordpress) zu finden und sich die gewünschte URL zu sichern. Es besteht die Möglichkeit, einen Blog komplett über die Onlineschnittstellen der Anbieter zu betreiben, oder (im Falle von Wordpress) man installiert die angebotene Software und stellt seine Daten auf einen eigenen Server. Während eine eigene URL schon mit ersten Kosten verbunden sein kann (wenn man sich beispielsweise mit einer *.wordpress.com-URL nicht zufriedengeben möchte), kommt im nächsten Schritt die wirklich harte Nuss: Initial-Content muss her.

Gerade, wer mit seinem Blog bei Google und Co. auf den ersten Ergebnisseiten vertreten sein möchte, benötigt hochwertige Inhalte, die seinen Lesern sowie den Suchmaschinen gefallen. Dieser Content muss dringend auch einzigartig sein, denn mit kopierten Inhalten ist man alles andere als konkurrenzfähig. Das Problem: Dass ein Blogbetreiber sich sehr gut mit der eigenen Branche auskennt, heißt leider noch lange nicht, dass er auch gut darüber schreiben kann. Da qualitativ überzeugende Inhalte darüber hinaus auch regelmäßig nachgeliefert werden müssen, entsteht hier schnell ein großer Zeitfresser. So müssen relevante Themen recherchiert, Bilder und Fotos ausgewählt und natürlich die Texte selbst geschrieben werden.

Wer diese Hürden überwindet – sei es durch viel Motivation und Freude an der Arbeit, eine angeborene Affinität zum Schreiben oder durch das Outsourcing der Texterstellung – kann aber von zahlreichen Vorteilen eines gut geführten Blogs profitieren.

Diese Vorteile kann ein eigener Blog bieten:


Sie machen sich einen Namen
Wenn Sie in Ihrem Blog über Themen aus Ihrer Branche bloggen, können Sie als Spezialist Ihre Erfahrungen mit Ihren Lesern (und möglichen Kunden) teilen und sich eine Reputation erarbeiten. Das ist nicht nur gute Werbung für Sie, sondern kann auch zu Kooperationen mit anderen Spezialisten führen und so Ihre Position als Autorität auf Ihrem Gebiet weiter stärken. Durch Googles „Author Rank“ können Sie mit zuverlässig guten Inhalten außerdem auch das Ranking Ihres Blogs positiv beeinflussen.

Sie vermarkten sich selbst
Durch eine gute Vernetzung Ihres Blogs in sozialen Netzwerken oder mit Partnerblogs können Sie die vorteilige Dynamik des Web 2.0 für sich nutzen und zeigen so Präsenz, Transparenz und ermöglichen Kundennähe. Darüber hinaus erweckt ein Blog den Eindruck von Professionalität und geht mit der Zeit – eine gute Möglichkeit, der Konkurrenz davonzubloggen!

Mögliches Nebeneinkommen für erfolgreiche Blogger
Wenn Ihr Blog erst einmal richtig ins Rollen gekommen ist und Sie sich über entsprechend hohe Besucherzahlen freuen können, entsteht für Sie sogar noch eine potenzielle Quelle für ein weiteres Nebeneinkommen. Ein Selbstläufer ist ein erfolgreicher Blog zwar nie. Aber wenn es Ihnen gelingt, die Platzierung von Werbebannern oder Links bzw. Gastartikeln auf Ihrer Seite zu verkaufen, sichern Sie sich einen auch in finanzieller Hinsicht sehr erfreulichen Nebeneffekt.

Verschiedene Vorteile für verschiedene Branchen


Es gibt keine allgemeingültige Antwort auf die Frage, ob sich ein eigener Blog für einen Freelancer lohnt – dafür spielen zu viele Faktoren eine Rolle, die sich von Fall zu Fall unterscheiden. Die Branche, in der Sie tätig sind, ist einer dieser entscheidenden Faktoren: Während Sie als selbstständiger Ingenieur auf einen Blog verzichten können, ohne allzu viel Potenzial ungenutzt zu lassen, können Freelancer beispielsweise im Bereich Fotografie mit einem umfangreichen Blog mit den schönsten Aufnahmen stark bei ihren Kunden punkten.

Sie sollten sich bei Ihrer Entscheidung auch stets zwei Fragen stellen: Was möchte meine Zielgruppe? Nicht in jeder Branche sind die Kunden an mehr interessiert als an der angebotenen Dienstleistung selbst. Und: Betreibt meine Konkurrenz einen Blog? Lautet die Antwort ja, sollten Sie in Erwägung ziehen, an dieser Stelle gleichzuziehen oder – im Idealfall – das Angebot Ihrer Konkurrenz noch zu übertreffen.


Bild: © matttilda - Fotolia.com

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