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Deutschland: Einsparungen erfassen! (Teil I) | Freelancer Ratgeber - IT-Projekte für Freelancer, Selbstständige und Freiberufler

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Einsparungen erfassen! (Teil I)
06.02.2012

Einsparungen erfassen! (Teil I)Um die optimale Kosten-Nutzen-Relation zu erzielen, entfalten Einkaufsabteilungen viele Aktivitäten. Sie wechseln zum Beispiel Lieferanten und handeln Verträge neu aus.
Entsprechend frustrierend ist es, wenn am Jahresende die Unternehmensführung bei den Einkäufern kritisch nachfragt: "Und welchen Beitrag haben Sie zum Erfolg geleistet?" Das geschieht oft. Denn die Einsparungen sind häufig in der Gewinn- und Verlustrechnung nicht sichtbar.

In den meisten Unternehmen gilt: Wer seinen Beitrag zum Unternehmenserfolg am besten dokumentieren kann, ist beim Top-Management gut angesehen. Deshalb hat zum Beispiel der Vertrieb in fast allen Betrieben ein sehr gutes Standing. Denn er kann seinen Beitrag mit Zahlen, Daten, Fakten belegen. Also sollte auch der Einkauf darauf hinarbeiten, dass er seinen Beitrag zum Unternehmenserfolg in Form von Einsparungen in der Gewinn- und Verlust-Rechnung (GuV) gut dokumentieren kann. Dies setzt ein nachvollziehbares Messen der Einsparungen voraus.

Einkäufer, die die erzielten Einsparungen messen und dokumentieren wollen, sollten sechs Schlüsselfragen beantworten. Von diesen Fragen beziehen sich drei auf den strategischen Einkaufsprozess (= materialgruppenunabhängige Fragen) und drei müssen in Zusammenhang mit der jeweiligen Materialgruppe beantwortet werden:


Frage 1: Was wird unter Einsparungen verstanden?


Grundsätzlich setzt sich der Einkaufserfolg aus der Kostenreduzierung und Kostenvermeidung zusammen. Das Reduzieren von Kosten (= Einsparungen) führt zu einem Senken der Ausgaben gegenüber der Vorperiode. Dieses Senken der Ausgaben ist, sofern es korrekt gemessen wird, sichtbar in der GuV. Ein Vermeiden von Kosten führt zwar auch zu einer Kostenoptimierung. Diese ist aber nicht unmittelbar in der GuV sichtbar.

In der Regel wird eine Kostenreduzierung vom Vorstand oder der Geschäftsführung mehr geschätzt als eine Kostenvermeidung. Deshalb gilt es zu klären: Was erwartet die Unternehmensführung?

Frage 2: Wie läuft der Prozess der Einsparungsmessung ab?


Das Messen des Sparerfolgs sollte während des gesamten strategischen Einkaufsprozesses erfolgen. Zu Beginn wird daher in der Bedarfsanalyse der Ausgangswert (= „Baseline“), gegenüber dem die Einsparungen gemessen werden, festgelegt. Zu diesem Zeitpunkt besteht in der Regel nur eine „Vermutung“, dass in einer bestimmten Materialgruppe Einsparungen möglich sind. Diese sind zumeist noch nicht quantifizierbar. Anschließend erfolgt bei der Auswahl der Einkaufsstrategien ein erstes Abschätzen der Einsparpotentiale.

In der Lieferantenanalyse und -auswahl werden die vertraglich vereinbarten Einsparungen erstmals berechnet. Diese ergeben sich als Differenz aus den neu verhandelten Preisen und den Baseline-Preisen. Nach dem Abschließen und Implementieren der (neuen) Verträge werden die realisierten Einsparungen kontinuierlich gemessen. Gegebenenfalls werden dann die Budgets um die reduzierten Kosten gekürzt.

Entlang des strategischen Einkaufsprozesses können also nach dem Festlegen der Baseline die Einsparungen in fünf „Härtegraden“ verfolgt werden:

  • Einsparidee (= 1. Härtegrad)

  • Abgeschätzte Einsparungen (= 2. Härtegrad)

  • Vertraglich vereinbarte Einsparungen (= 3. Härtegrad)

  • Realisierte Einsparungen (= 4. Härtegrad)

  • Budgetierte Einsparungen (= 5. Härtegrad)


Im zweiten Teil des Beitrags wendet sich der Autor u.a. den Fragen zu, wie der Einsparungsprozess abläuft, und welche Einsparungsperspektiven es gibt.

Hier finden Sie Teil II des Beitrags!

Hier finden Sie Teil III des Beitrags!

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(Bild: © Eisenhans - fotolia.com)



Pic Bernhard Hoeveler
Über den Autor:
Bernhard Hoeveler schrieb 5 Artikel auf freelancermap.
Dr. Bernhard Höveler ist geschäftsführender Gesellschafter der HÖVELER HOLZMANN CONSULTING GmbH, Düsseldorf (
 
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