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Deutschland: Verdachtsfall: AdSense-Konto gesperrt! | Freelancer Ratgeber - IT-Projekte für Freelancer, Selbstständige und Freiberufler

 
Verdachtsfall: AdSense-Konto gesperrt!
23.11.2011

Mit AdSense-Anzeigen bares Geld verdienen: Dieses Geschäftsmodell wollte ein Domainhändler umsetzen und engagierte eine freiberufliche Social Media-Marketerin.
Mit spannenden Texten viele Besucher auf die eigene Webseite locken, dadurch gut bei Google ranken – und mit AdSense-Anzeigen bares Geld verdienen: Dieses Geschäftsmodell wollte ein Domainhändler umsetzen und engagierte eine freiberufliche Social Media-Marketerin. Ihr Auftrag: Sie sollte für die interessanten Texte auf den Pages sorgen. Doch Google machte den ambitionierten Plänen einen Strich durch die Rechnung: Wegen Unregelmäßigkeiten sperrte es den AdSense-Account des Domainhändlers. Und plötzlich stand die freiberufliche Web-Texterin in der Schusslinie…

Domainhändler verdient Geld mit AdSense-Anzeigen:


Die ganze Geschichte: Der Auftraggeber hat sich auf Domainhandel spezialisiert. Sein Geschäftsmodell: Er kauft Domains mit einem bestimmten Namen, „parkt“ sie und verkauft sie später gewinnbringend. „Parken“ bedeutet jedoch nicht, dass die Seite bis zu ihrem Verkauf ohne Inhalte und somit quasi „ungenutzt“ im Netz steht. Im Gegenteil: Je mehr Besucher die Seite hat, desto besser rankt sie bei Google – und desto besser lässt sie sich auch verkaufen. Dazu kommt eine lukrative „Neben-Einnahmequelle“: Indem der Domainhändler auf diesen „geparkten“ Webseiten Google AdSense-Anzeigen schaltet, verdient er bei jedem Klick der Besucher darauf.

Erklärung: Google AdSense ist ein kostenloses Programm, mit dem Webseitenbetreiber Vergütungen generieren können. Das Prinzip: Auf der Webseite werden automatisch durch Google erzeugte Anzeigen geschaltet. Sie sind inhaltlich dem Content auf der Homepage angepasst. Klicken die Besucher der Webseite nun auf eine solche (ihren Interessen angepasste) Anzeige, verdient der Webseitenbetreiber an Klicks und Impressionen.

Dieses Prinzip funktioniert natürlich nur, wenn möglichst viele Besucher auf die Webseite kommen und die entsprechenden AdSense-Anzeigen anklicken. Gesagt, getan: Der Domainhändler engagierte zu diesem Zweck eine freiberufliche Social Media-Marketerin. Sie sollte spannende Texte zu Themen rund um Freizeit und Sport schreiben, die viele User anlocken.

Unregelmäßigkeiten: Google sperrt den AdSense-Account:


Doch bevor das Geschäftsmodell des Domainhändlers so richtig ins Rollen kam, machte Google dem einen Strich durch die Rechnung – und den AdSense-Account des Webseitenbetreibers dicht. Die Begründung: Auf den Webseiten seien „Unregelmäßigkeiten“ festgestellt worden, was den Konzern zu dieser Entscheidung veranlasste, darüber lässt sich nur spekulieren. Vielleicht kam es Google spanisch vor, dass die Mehrzahl der Besucher auf der deutschen Webseite eine russische IP-Adresse hatte.

Umso deutlicher war dafür die Ansage von Google: Es forderte eine klare Stellungnahme seitens des Domaininhabers – vorher werde dessen AdSense-Account nicht wieder freigeschaltet.

Freiberufliche Web-Marketerin in der Schusslinie:


Und plötzlich stand die freiberufliche Social Media-Marketerin in der Schusslinie: Anstatt die Stellungnahme selbst auszufüllen, leitete der Domainhändler sie an die Web-Texterin weiter – mit einem Ton, der keine Zweifel daran offen ließ, dass er sie für die Account-Sperrung verantwortlich machte. Keine einfache Situation für die Freiberuflerin, die nun nicht nur als vermeintliche Schuldige zwischen den Fronten stand, sondern auch befürchtete, dass der Domainhändler früher oder später mit einer saftigen Schadenersatzforderung auf sie zukommen würde. Und das, obwohl zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal erwiesen war, ob sie überhaupt für die Sperrung des Accounts verantwortlich gemacht werden konnte.

Schnelle Reaktion - Schadenspezialisten klären auf:


Ein wichtiger Punkt, an dem auch die Schadenspezialisten (Rechtsanwälte) des Berufshaftpflichtversicherers ansetzten, nachdem die Web-Marketerin den Fall gemeldet hatte. Schnell konnte so geklärt werden, dass der Domainhändler in erster Linie selbst für die Account-Sperrung verantwortlich war – und ein Schreiben an ihn formuliert werden. Darin stellten die Schadenspezialisten des Berufshaftpflichtversicherers klar, dass die freiberufliche Marketerin zwar dabei mithilft, die Stellungnahme auszufüllen – dies allerdings nur in Bezug auf die von ihr geschriebenen Texte.

Keinesfalls werde sie die Stellungnahme für Google alleine ausfüllen. Ein Fall, bei dem schnelles Handeln oberste Priorität hatte: Einerseits sollte die bislang gute Zusammenarbeit zwischen der Web-Marketerin und ihrem Auftraggeber nicht gefährdet werden. Andererseits ging es darum, Google davon zu überzeugen, den AdSense-so bald wie möglich wieder freizuschalten. Am Ende konnte die Social Media-Marketer so aus der „Schusslinie“ geholt werden: Sie und der Domainhändler arbeiten weiterhin zusammen. Und obwohl Google den AdSense-Account nicht wieder freischaltete, steht bislang noch keine Schadenersatzforderung im Raum.

Passiver Rechtsschutz - Abwehr eines unbegründeten Anspruchs:


Der Fall zeigt, wie wichtig die „Leistung für die Abwehr eines unbegründeten Anspruchs“ in der Berufshaftpflichtversicherung ist – im Versicherungsjargon auch “Passiver Rechtsschutz“ genannt. Hinter dem „Passiven Rechtsschutz“ steckt, dass der Berufshaftpflichtversicherer nicht nur die Zahlung für den entstandenen Schaden übernimmt, sondern auch prüft, ob und in welcher Höhe der Freiberufliche überhaupt für diesen Schaden verantwortlich gemacht werden kann. Der Versicherer wehrt damit Schadenansprüche ab, die unberechtigt sind – und zwar auf seine Kosten. Bedarfsgerechter Schutz bedeutet also nicht nur die reine Übernahme von Schadenersatz, sondern auch, dass unberechtigte Forderungen professionell abgewehrt werden.

Mein Tipp: Bei der Wahl ihres Berufshaftpflichtversicherers sollten Freiberufler darauf achten, dass sich dessen Schadenspezialisten auch mit den Risiken ihrer speziellen Branche auskennen. Dieses Know-How ist genauso Teil einer professionellen Schadenabwehr, wie ein Expertennetzwerk von Fachanwälten, Kanzleien, Gutachtern und Sachverständigen, auf das der Versicherer zurückgreifen kann – und von dem der Freiberufler im Rahmen des „Passiven Rechtsschutzes“ profitiert.

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(Bild: © IckeT - fotolia.com)

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Pic Ralph Guenther
Über den Autor:
Ralph Guenther schrieb 12 Artikel auf freelancermap.
Ralph Günther, geboren 1972, ist Fachautor, Versicherungsexperte und Gründer sowie Geschäftsführer von exali.de, dem Versicherungsportal für Dienstleister und freie Berufe. Er hat langjährige Erfahrung im Risikomanagement und der Versicherung von IT-Experten, Medienschaffenden, Consultants sowie Rechtsanwälten und Sozietäten. Sein Fokus liegt auf der Absicherung von Vermögensschäden – und damit verbunden der Weiter- und Neuentwicklung branchenspezifischer Versicherungskonzepte. Sein Wissen gibt er regelmäßig als Autor in relevanten Fachmedien an seine Zielgruppe weiter.
 
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