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22.10.2014

Büroeinrichtung: Ergonomie am Arbeitsplatz


Wir verbringen oft mehr Zeit im Büro als zu Hause. Dessen Einrichtung sollte deshalb eine ganz besonders große Rolle spielen.

Belastung Büroarbeit? Der Ergonomie Effekt
Gut 40 Stunden die Woche verbringen wir bei der Arbeit. Wer im Büro tätig ist, sitzt diese Zeit vor dem Computerbildschirm regelrecht ab. Das lange Sitzen kann zu typischen Büro-Beschwerden wie Kopfweh, Rücken- und Nackenschmerzen, Augenleiden oder gar Sehnenscheidenentzündungen führen. Ein ergonomisch gestalteter Arbeitsplatz schafft Abhilfe.
Was bedeutet ergonomische Arbeitsgestaltung?
Ziel der ergonomischen Gestaltung des Büroarbeitsplatzes ist die Arbeitsablaufoptimierung und Erhöhung der Effizienz, sowie die Vermeidung von eventuellen Gesundheitsschäden durch die langfristige Ausübung derselben Tätigkeit. Beim gesundheitlichen Aspekt stellt das viele Sitzen das größte Problem dar. Denn der Mangel an Bewegung führt zur Schwächung der Muskulatur in Rücken, Bauch und Rumpf. Werden diese Muskelgruppen zu schwach, können sie die Stabilität der Wirbelsäule nicht mehr einwandfrei gewähren und so Schmerzen verursachen. Daher sind richtige Sitzmöbel und Haltung grundlegend, auch um den Wohlfühlfaktor am Arbeitsplatz zu steigern. In zweiter Linie gilt es Muskeln, die durch immer wiederkehrende Arbeitsabläufe belastet werden, mittels der ergonomischen Gestaltung des Arbeitsplatzes zu schonen.

Zu einem ergonomisch gestalteten Büroarbeitsplatz gehören die geeignete Einstellung von:
  • Bürostuhl
  • Tisch- und Arbeitshöhe
  • Bildschirm und Tastatur
  • Luft- und Lichtverhältnissen am Arbeitsplatz, dem sogenannten Raumklima

Zudem sollte der Arbeitsplatz über genügend Beinfreiheit und Bewegungsraum verfügen. Hilfsmittel wie Fußstütze, Handballenauflage sowie eine ergonomische Maus können besonders beanspruchte Muskeln entlasten.
Augen auf beim Möbelkauf!
Bei der Wahl der richtigen Büroeinrichtung steht neben optischen und funktionellen Gesichtspunkten auch die Benutzerfreundlichkeit ganz oben. Wer bequem sitzt, seinen Arbeitsplatz individuell anpassen und dadurch seine Arbeit ohne Störungen verrichten kann, wird dies auch mit mehr Elan tun. Falsches Sitzen hingegen hat dauerhafte Negativfolgen, sowohl gesundheitlicher Art für den Mitarbeiter, wie auch finanzieller Natur für die Firma, zum Beispiel wenn Angestellte krankheitsbedingt ausfallen. Deshalb lohnt die Investition in ergonomische Büromöbel von Anfang an.

Bei Stühlen entscheidet die Art der Verwendung über ihre Ausstattung. Auch bei preiswerten Drehstuhlmodellen sollten Sitzfläche und Rückenlehne immer verstellbar sein. Armlehnen werden erst dann notwendig, wenn der Stuhl lange Zeit im Einsatz ist und sind für Benutzergruppen, die viele Stunden am Schreibtisch sitzen unabdingbar. Sogenannte Bandscheiben-Drehstühle sorgen mit speziellen Stützfunktionen für eine gezielte Entlastung der Wirbelsäule und eignen sich für empfindliche Dauersitzer besonders gut.

Spezielle Ergonomie Prüf- und Gütesiegel geben über die Qualität Auskunft. Das TCO-Gütesiegel, das Siegel TÜV Ergonomie geprüft sowie das Prüfsiegel Quality Office nehmen bei allerlei Büroprodukten von IT bis zu Möbeln die Ergonomie unter die Lupe.
Neue Entwicklungen
Ein relativ neuer Trend ist der Steharbeitsplatz. Mittlerweile gibt es verstellbare Schreibtische, die sowohl im Sitzen wie auch im Stehen verwendet werden können. Für das Stehpult gilt:
  • Arbeitshöhe auf Ellbogenhöhe einstellen
  • Lendenwirbelsäule durch zusätzlichen Fußring oder Fußstütze entlasten
  • Stehposition regelmäßig ändern, um die Überbelastung eines Beins zu vermeid


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Bild: © Dean Drobot - Shutterstock.com

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Kommentare

  • Kommentar von lento am 23.04.2015 um 16:20 Uhr

    Unser Tipp: einfach mal unterschiedliche Bürostühle testen! Welcher wirklich was taugt, merkt man nämlich erst, wenn man ihn mal an einem gewöhnlicher 10-Stunden-Tag gestestet hat. Einige Hersteller bieten die Möglichkeit va. Geschäftskunden an. auch bei www.lento.de kann man nen Bürostuhl gratis und unverbindlich ausprobieren.

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