Deutschland: Eliza und die Grenzen der Künstlichen Intelligenz | Interviews - IT-Projekte für Freelancer, Selbstständige und Freiberufler
Eliza und die Grenzen der Künstlichen Intelligenz |
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03.02.2007
Das Projekt spielt auf Eliza Doolittle aus George Bernhard Shaws Schauspiel Pygmalion an: "Meine Idee war, dass mein Sprach-Analyse-Programm in seiner sprachlichen Ausdrucksweise immer besser, also differenzierter, genauer und raffinierter werden würde, genau wie die Blumenverkäuferin aus dem Musical, unter der Anleitung ihres Lehrers Professor Higgins", erläutert Weizenbaum. "Eliza versteht mich" hätten ihm so manche zugeraunt, die an einem Terminal des MIT ein paar Zeilen mit der automatischen Pseudo-Psychiaterin ausgetauscht hatten, erinnert sich Weizenbaum. Dabei war sein Rezept simpel: Man nehme die Eingabe, suche nach wichtigen Begriffen und treibe mit dem Echo solcher Sätze das Gespräch voran: "Mein Freund hat mich hergeschickt". "Ach so, Ihr Freund hat Sie hergeschickt". "Er sagt, ich sei oft depressiv". "Tut mir leid zu hören, dass Sie oft depressiv sind". Wenn diese Regel nicht greift, helfen ein paar Fragen weiter, die die Aussage aufnehmen: "Es ist wahr, ich bin unglücklich". "Hilft es Ihnen, hierher zu kommen, um nicht mehr unglücklich zu sein?" - so entlockte das Programm den freiwilligen Versuchskaninchen intime Geständnisse: "Schaut man sich die Struktur der therapeutischen Gesprächstechnik an, die von Carl Rogers entwickel wurde, so fällt dabei auf, dass sie wie eine Art Echo funktioniert", so Weizenbaum. Sogar Therapeuten lobten die Mensch-Maschine-Interaktion, wollten es ausgebaut haben und sahen Möglichkeiten, es für Routinearbeiten in ihren Praxen einzusetzen. Das war für Weizenbaum seinerzeit ein "Damaskus-Erlebnis". Er wandelte sich vom Forscher für Künstliche Intelligenz zum Kritiker einer übertriebenen Computergläubigkeit. Seine These ist, dass die Menschen, auch wenn sie einst den Computern Intelligenz zubilligen, niemals zulassen dürften, dass Computer für sie Entscheidungen fällen. Die Kritik von Weizenbaum hat sich nach Ansicht des Spracherkennungsexperten Lupo Pape, Geschäftsführer von SemanticEdge, auf die KIForschung positiv ausgewirkt. Die Informationstechnik muss sich an den Menschen anpassen. Softwaresysteme müssen daher intelligenter werden, damit sie besser verstehen, was der Mensch von ihnen will und damit sie sich umgekehrt dem Menschen einfacher verständlich machen: Das gilt besonders für die automatische Spracherkennung per Telefon. Es geht nicht um eine Nachahmung der Kommunikation zwischen Menschen, sondern um eine angemessene Behandlung des Menschen im Dialog mit dem Computer", so Pape. Auch Wolfang Wahlster, Leiter des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) und einziges deutsches Mitglied des Nobelpreiskomitees, rückt humanistische Ziele in den Vordergrund seiner Forschungsarbeiten. "Die semantische Wende ist die größter Herausforderung für die Informatik in den nächsten Jahren. Nicht die Interaktion über komplizierte Kunstsprachen mit Tastatur und Maus, sondern die Kooperation in der Alltagsbegrifflichkeit mit Sprache und Gestik sollen in Zukunft im Zentrum einer 'Informatik für den Menschen' stehen", sagt Wahlster. ![]() PR-Trends zwischen Hemmungs- und Erfolgslosigkeit Unkonventionelle Werbeformen wie etwa Guerillaoder Virales Marketing schlagen langsam aber sicher Wurzeln. Ob Puma, Mercedes, E-Plus, ... ![]() Interview mit Andreas Heuberger vom RheinMain Network e.V. Networking boomt, weil in einer zunehmend globalisierenden Welt “der menschliche Faktor” immer mehr zum ausschlaggebenden Faktor für den ... ![]() Dynamics AX 4.0 – Aufstieg vom Freiberufler zum Großunternehmer? Freelancermap im Gespräch mit Karsten Schopp, Microsoft Business Solutions zum Thema Dynamics AX 4.0 - eine Lösung für den Aufstieg vom ... |
Thomas MüllerSchneller Einstieg in die Freelancer-Welt
Durch freelancermap war mein Sprung in die Selbständigkeit schnell und erfolgreich, Nach nur 1 Monat hatte ich einen neuen Kunden! Danke!
Der heute 84jährige Joseph
Weizenbaum zählt zu den
legendären Persönlichkeiten
der Forschungsszene
für Künstliche Intelligenz
(KI). Der "Pionier, Dissident
und Computerguru", der als
Professor für Computerwissenschaften
am MIT in
Cambridge unterrichtete
und mittlerweile wieder in
Berlin lebt, entwickelte 1966
ein Computerprogramm namens
Eliza, das einen einfachen
Dialog mit einem
Menschen führen konnte.
























