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Deutschland: Marktlücken erkennen: Storage-Lösungen und Server-Konsolidierung | Interviews - IT-Projekte für Freelancer, Selbstständige und Freiberufler

 
Interviews

Marktlücken erkennen: Storage-Lösungen und Server-Konsolidierung

25.11.2006

Marktlücken erkennen: Storage-Lösungen und Server-KonsolidierungDipl.-Ing. Dirk Pelzer Freiberuflicher Storage- Consultant, Trainer, Sachverständiger und Fachjournalist aus München.
Herr Pelzer, wie lange sind Sie schon freiberuflich selbständig tätig?

Ich habe 1994 angefangen nebenberuflich als freier Journalist zu arbeiten. Seit 1998 bin ich in Vollzeit als Berater und Trainer tätig.

Was sind denn die Spezialgebiete Ihres Dienstleistungsportfolios und was wird derzeit besonders gefragt?

Meine Spezialgebiete liegen im Bereich der Storage- und Servervirtualisierung sowie im Storage-Management. Der Aufbau hochverfügbarer und leistungsfähiger Infrastrukturlösungen wird derzeit stark nachgefragt. Speziell die Server-Konsolidierung steht in vielen Rechenzentren ganz oben auf der Tagesordnung.

Wie würden Sie Ihre Verteilung von Arbeit vor Ort beim Kunden und im Büro einschätzen? Gibt es überhaupt Kunden die Ihre Dienste auch Remote zulassen?

Das hängt sehr stark vom jeweiligen Aufgabengebiet ab. Sofern hoher Abstimmungsbedarf mit dem Kunden besteht oder wenn ich als Projektleiter tätig bin, ist eine nahezu hundertprozentige vor-Ort-Präsenz in der Regel unabdingbar. Konzeptionelle Tätigkeiten, das Erstellen von Handbüchern oder die Programmierung von Skripten lassen sich aber häufig auch gut in meinem eigenen Büro erledigen.

Ein Spezialgebiet von Ihnen ist das Storage-Management. Was sind denn derzeit aktuelle Trends in diesem Bereich?

In diesem Bereich sind einerseits Lösungen gefragt, die zuverlässige Reports für die mittel- und langfristige Planung ermöglichen und andererseits eine verursachergerechte Abrechnung der Kosten erlauben. Beides habe ich in der Vergangenheit schon mehrfach erfolgreich implementiert.

Ist der Bedarf an Speicherkonsolidierung derzeit immer noch hoch oder eher gedeckt?

Im Bereich der Großkunden halte ich den Bedarf für weitestgehend gedeckt. Hier wurde bereits massiv in leistungsfähige Lösungen investiert. Im Bereich der kleinen und mittleren Unternehmen besteht meiner Erfahrung nach hingegen noch Potenzial nach kostengünstigen und einfach zu bedienenden Lösungen. Schwierigkeit hierbei ist häufig mangelndes Know-How im Bereich der Implementierung und der zuverlässigen Migration der Daten.

Sie haben Seminare im Bereich Storage angeboten und durchgeführt. Wie war die Nachfrage?

Da ich einer der ersten war, der Spezialtrainings zu diesem Thema angeboten hat, war die Nachfrage sehr hoch. Mittlerweile wird der Bereich von unterschiedlichen Anbietern adressiert. Es herrscht aber nach wie vor Nachfrage nach Spezialthemen, die ich bei Bedarf anbiete. Dies betrifft beispielsweise das Thema Clustering oder Servervirtualisierung im SAN.

Sie betreiben ein eigenes Testlabor für Storage- Lösungen. Was und für wen testen Sie dort?

Das Testlabor betreibe ich in Kooperation mit verschiedenen Fachzeitschriften und nutze es für Kundenanfragen, die spezielle Anforderungen haben. Die Aufgabenstellung ist dabei unterschiedlich. In der Regel untersuche ich zunächst Funktionalität und Bedienbarkeit einer Lösung. Beispielsweise ermittle ich, wie einfach und zuverlässig es ist, mit einer Virtualisierungslösung eine komplexe physikalische Speicherinfrastruktur zu konsolidieren. Meist erfolgt dann noch eine genaue Analyse der technischen Spezifikation in Form von Durchsatzmessungen oder ähnlichem. Dabei nutze ich gegebenenfalls spezielle und teure Messgeräte, deren Anschaffung sich für die meisten Unternehmen nicht lohnt.

Wie wird man eigentlich Fachjournalist? Ist dies für Freiberufler lukrativ oder engagieren Sie sich eher aus persönlicher Neigung?

Bei mir hat es sich eher zufällig ergeben. Ich wurde gefragt, ob ich nicht Lust hätte, für eine Zeitschrift einen Artikel über ein technisches Thema in Form eines Workshops zu schreiben. Ich habe zugestimmt und seitdem sind mittlerweile fast 13 Jahre vergangen, in denen ich zahlreiche Veröffentlichungen hatte. Rein finanziell betrachtet rentiert sich das Schreiben nicht immer, aber es hat zahlreiche positive Nebeneffekte, die dann mitunter auch in lukrativen Aufträgen münden. Darüber hinaus erziele ich beim Schreiben immer auch einen Lerneffekt und mache im Rahmen meiner Recherche den einen oder anderen Kontakt. Insofern lohnt sich die Mühe.

Herr Pelzer, vielen Dank für das Gespräch.






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