Deutschland: Interview mit Andreas Heuberger vom RheinMain Network e.V. | Interviews - IT-Projekte für Freelancer, Selbstständige und Freiberufler
Interview mit Andreas Heuberger vom RheinMain Network e.V. |
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05.01.2007
Herr Heuberger, Sie gelten als
Papst des Networkings. Wie
gefällt Ihnen der Ausdruck und
was ist Ihre wirkliche
Berufung?
Der Begriff ist irgendwann mal von jemandem in den Ring geworfen worden. Das reflektiert noch nicht unbedingt meine Meinung, zumal im Networkingbereich solche Strukturierung nicht herrscht, wie beispielsweise aber im Literaturbereich, wo ein Marcel Reich Ranitzki als Papst der Literaturkritik gehandelt wird. Vielleicht können wir in ein paar Jahren erneut über den Begriff sprechen. Was sind Ihre momentanen beruflichen Herausforderungen? Woran arbeiten Sie gerade?Zur Zeit entwickele ich meine bundesweiten Seminare zum Thema Networking, Power- Networking, Einführung ins Networking, ansonsten schreibe ich fleißig an meinem Buch, welches eng mit den Seminaren zusammenhängt und im Herbst 2007 erscheinen soll. Wie viele Stunden pro Tag arbeiten Sie ca. an Ihren Emails?Alleine nur an den Emails zirka 5 Stunden plus noch mal anderthalb Stunden bei XING. Hat diese Position des Präsidentens des Alumni- Clubs Rhein-Main besondere Vorteile im Bereich Netzwerken?Ja, das hat es sicherlich, denn Sie kommen sonst an Personen im Webbereich kaum anders auf Augenhöhe heran, als über Systeme wie Alumni – allgemein gehalten! In dem Fall ist es die Begeisterung der Stadt Freiburg, die dieses Netzwerk zusammenhält, wie beispielsweise der Chefredakteur des ZDF Herr Nikolaus Brender, wo wir zu Besuch waren, welches ich organisieren durfte oder der Geschäftsführer der FAZ Dr. Roland Gerschermann und andere Persönlichkeiten, die schwer zu erreichen wären. Sie bieten auch Kurse zum Thema Power-Networking an. Für wen ist dieser Kurs ausgearbeitet worden?Der standardmäßig vier Stunden gehende Kurs, welcher bundesweit mit ca. 50 Kurseinheiten in diesem Jahr angeboten wird, richtet sich in erster Linie an Existenzgründer, bestehende Freiberufler und KMUVertreter. Aber auch Angestellte, die sich beruflich verbessern wollen, ist dieser Kurs sehr geeignet. Welche Lerninhalte bekommen die Freiberufler vermittelt?Es geht erstmal um die Grundlagen bzw. Marktüberblick des Themas. Fragen zu formellen und informellen Institutionen in Sachen Networking werden beantwortet, um seine eigene Networking- Positionen besser einschätzen zu können Ebenfalls werden Methoden und Arbeitsmittel sowie typische Lösungen für häufige Fragen und Aufgaben vorgestellt. OK, wir wollen mehr wissen - Was sind die Grundlagen des Netzwerkens?Ich nenne erstmal die Prinzipien „Win-Win“ und „Nehmen-und-Geben“, welches Ausdrücke für die Königsdisziplin des Netzwerkens sind. Königsdisziplin deswegen, weil es die zentrale Kategorie dafür ist, ob es erfolgreich funktioniert oder nicht. Das bedeutet besonders für mich – als extremer Netzwerker – ein aktives und bewusstes Zuhören bei jedem Gespräch, und ein aktives Nachdenken darüber, wie ich dem Gesprächpartner nutzen kann. Angenommen ein ITFreiberufler geht in eine Agentur für Webdesign, gelangt in einen Smalltalk mit dem Entscheider. Wie könnte ein solcher Nutzwert für diesen aussehen?Es gibt mehrere unterschiedliche Ansätze. Einer ist allgemeiner Natur. Ich habe immer ein Standardbeispiel, welches ich nennen kann: Das ist ein mobiler Blitzer auf der A66. Damit will ich sagen, es ist eine Information, die praktisch für jeden spannend und nützlich ist, denn niemand möchte in diese Situation rein fallen. Was sind mögliche Hürden beim Networking? Worauf sollte die IT-Freiberufler ganz besonders achten?Meine Erfahrung, auch aus den Seminaren ist die, dass viele Menschen eine übertriebene Erwartungshaltung haben. Es soll sehr schnell gehen, viel Geld und Umsatz generiert werden. Das ist so aus meiner Sicht, zumindest wenn man es systematisch angeht und gewisse Zufälle auslässt, so kaum leistbar. Networking ist eine Geduldsarbeit, welches ein Investment von zirka 18 Monaten erfordert. Auch sollte man nicht alles auf einmal machen, sondern lieber sukzessiv jeden Tag ein kleines Stückchen mehr machen, sich mehr zu vergewissern, wo man gerade steht und dieses weiter zu entwickeln. Bestehen gewisse Konzessionen, die man für das erfolgreiche Netzwerken mitbringen sollte?Wenn man dies so intensiv machen möchte wie ich, schadet es sicherlich nicht, wenn man extrovertiert, emotional intelligent ist. Humor schadet natürlich auch nicht. Für den „Normal-IT-ler“, der Networking für den beruflichen Erfolg betreibt, reicht Geduld, eine realistische Einschätzung von dem, was man selber machen kann. Wo fange ich am besten an?Hier kommt es drauf an. Wenn Sie ganz am Anfang sind, empfehle ich Ihnen drei „Pilotkunden“ zu nehmen. Mit denen einigen Sie sich auf einen Schnupperpreis und erwähnen, dass Sie von Ihnen aktiv Referenzen haben möchten – schon zu Beginn der Verhandlung. Der zweite Schritt: Suchen Sie sich aktiv Partner im IT-Bereich. Meine Erfahrung gerade in diesem Bereich zeigt folgendes: Wenn Sie gefragt werden, was Sie anbieten und darauf antworten, „Ja, so fast alles,“ wirkt das hochgradig unglaubwürdig. Besser ist es – ohne die Namen der Partner zu erwähnen - zu sagen, „Ich habe eine gewisse Anzahl an Partner und diese sind jeweils im Bereich „xyz“ exzellent und ich arbeite mit diesen zusammen. Wie sieht es mit Trends im Bereich Networkings aus?Groß, breit, weit. Das Networking ist ähnlich wie das Internet vor 20 Jahren noch ganz am Anfang. Wir werden eine große Ausbreitung der Seminare haben, vermutlich werde ich nicht der einzige Trainer zum Thema Networking bundesweit bleiben – da bin ich mir ganz sicher. Persönlich kenne ich schon jetzt Leute, die Diplomarbeiten zum Thema Networking verfassen, daraus schließe ich ganz sicher, dass es in einigen Jahren Dozenturen und Professuren dafür bundesweit geben wird. Es ist nur eine Frage der Zeit und welche Uni sich zuerst mit diesem Angebot profilieren wird. Ein letzter Tipp, denn Sie speziell IT-Freiberuflern mitgeben möchten?Positionieren Sie sich selbst. Was unterscheidet Sie wirklich von den anderen? Suchen Sie sich danach passende Partner. Sie werden als Einzelkämpfer im IT-Bereich auf Dauer keinen Erfolg haben, es sei denn Sie machen diese Berg- und Talfahrten mit, die fast alle Freiberufler haben. Transparente Partnerschaften sind eine weitere Lösung. Hören Sie das komplette Interview in unserem Podcast! Das Gespräch führte Rafael Schimanski, podcast@freelancermap.de![]() Dynamics AX 4.0 – Aufstieg vom Freiberufler zum Großunternehmer? 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Harald TonhaeuserMarktplatz mit Potential
Ich kann die Plattform für Selbständige und Freelancer nur empfehlen. Täglich eine Großzahl von neuen Projekten in sämtlichen Projektkategorien. Ich konnte hier kurzfristig neue Aufträge für mich beschaffen.
Networking boomt, weil in
einer zunehmend globalisierenden
Welt “der menschliche
Faktor” immer mehr
zum ausschlaggebenden
Faktor für den Geschäftserfolg
wird. Andreas
Heuberger beschreibt im
Gespräch mit Freelancermap,
warum Vernetzung
gerade für Freiberufler so
wichtig ist.























