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Erpresser-Alarm bei Skype

10.10.2012

Erpresser-Alarm bei SkypeSeit einigen Tagen erhalten Skype-Nutzer private Fake-Nachrichten, mit denen absolut nicht zu spaßen ist. Die Nachrichten mit dem Text „lol is this your new profile pic?” enthalten einen Link zu Googles Kurz-URL-Dienst, in dem der Vorname des Nutzers eingebunden ist.
Dadurch wollen die Cyberkriminellen die User dazu bringen, ein Zip-Archiv herunterzuladen. Wer sie öffnet, sieht nicht wie angekündigt ein Foto, sondern sorgt dafür, dass eine Variante des Wurms Dorkbot installiert wird. Durch das Exploit-Kit „Blackhole“ wird außerdem ein Backdoor geöffnet.

Mit dieser Hintertür ist es den Angreifern anschließend möglich, die Kontrolle über den Computer des Skype-Nutzers zu übernehmen und eine Erpresser-Malware zu installieren. Mit einem Passwort wird der Computer gesperrt oder es werden private Daten verschlüsselt. Dann fordert die Malware, dass innerhalb von 48 Stunden 200 Dollar Lösegeld gezahlt werden, da sonst die Daten gelöscht werden.

Der Sicherheitsanbieter GFI erklärt, dass Besitzer eines infizierten Rechners auf dem Bildschirm einen Hinweis sehen, in dem behauptet wird, sie hätten verbotene Websites besucht. Genannte Vorwürfe sind zum Beispiel das Herunterladen illegaler MP3-Downloads oder Kinderpornografie. In dem Hinweis wird damit gedroht, dass durch ein Programm namens „System Cleaner“ die Vergehen an Strafverfolgungsbehörden weitergeleitet würden.

GFI hat außerdem herausgefunden, dass die Malware auch für Klickbetrug genutzt wird. Durch die Imitation normalen Nutzerverhaltens ist es möglich, automatisch Klicks auf Anzeigen auszuführen, die den Urhebern Geld einbringen. In den ersten zehn Minuten der Infektion konnte die Sicherheitsfirma 2259 Übertragungen verzeichnen.

Skype will den Cyberkriminellen das Handwerk legen. Den Nutzern wird empfohlen, den Client und die Sicherheitssoftware, die auf dem Computer installiert ist, auf dem neuesten Stand zu halten. Die Microsoft-Tochter lässt ihre Kunden wissen, dass sie „über die schädlichen Aktivitäten informiert“ sei und „mit Hochdruck“ daran arbeite, „ihre Auswirkungen abzumildern“. Außerdem weist Skype darauf hin, dass Nutzer niemals seltsam erscheinenden Links folgen sollten, auch wenn sie scheinbar aus der eigenen Kontaktliste kommen.

Auch in Deutschland versuchen die Betrüger bereits, über Skype Computer mit der Erpresser-Malware zu infizieren. In der Nachricht steht „hallo, sag mal ehrlich sind das deine fotos?”. Wer dem Goo.gl-Link folgt, landet direkt auf der manipulierten Website, die die Malware automatisch installiert. Skype-Nutzer warnen: Ist ein System erst einmal infiziert, sendet es ständig Spam an alle Kontakte.

Quelle: zdnet.de
Bild: © kebox - fotolia.com






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