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Heftige Strafen für illegale Downloads in Japanisch

02.10.2012

Heftige Strafen für illegale Downloads in JapanischObwohl illegale Downloads in Japan bereits seit 2010 verboten sind, wurden die Strafen bisher nicht durchgesetzt. Doch die Behörden wollen ab sofort hart durchgreifen. Hohe Geld- und Haftstrafen drohen jedem japanischen Internet-User, der urheberrechtlich geschützte Inhalte herunterlädt.
Die BBC berichtet, dass im Juni trotz massiver Proteste die drakonischen Strafen und deren Durchsetzung endgültig beschlossen wurden. Für einen einzigen Download könnte einem User demnach eine Geldstrafe in Höhe von umgerechnet fast 20.000 Euro und bis zu zwei Jahren Haft drohen. Für diejenigen, die den Download überhaupt erst möglich machen, hat die Regierung noch weitaus heftigere Strafen in petto. Der Upload einer illegal kopierten Musik- oder Videodatei kann knapp 100.000 Euro Geldstrafe und bis zu 10 Jahre Gefängnis bedeuten.

Dass in Japan so harte Gesetze durchgesetzt werden, ist der erfolgreichen Lobbyarbeit der Musik- und Filmindustrie Japans zuzuschreiben. Dem Verband der Musikindustrie zufolge kämen auf einen legalen Medien-Download rund zehn illegale Downloads. Angesichts dieser Erkenntnisse hatte der Verband auf die Durchsetzung gedrängt.

Laut Naoki Kitawaga, dem Vorsitzenden der Recording Industry Association of Japan (RIAJ) und gleichzeitigem Chef von Sony Music Entertainment Japan, hofft man darauf, dass sich die Zahl der Urheberrechtsverletzungen durch die hohen Strafen drastisch verringert.

Kritiker hingegen halten die angesetzten Strafen für vollkommen übertrieben. Sogar die Vereinigung der japanischen Anwaltskammern ist der Meinung, dass die persönlichen Aktivitäten der Internet-Nutzer kriminalisiert würden und der Schaden, der durch einzelne illegale Downloads entstehe, von äußerst geringer Bedeutung sei.

Quelle: winfuture.de
Bild: © Oxana Savca - fotolia.com





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