Feedback

Vielen Dank. Ihr Feedback wurde verschickt.

Nach oben

Deutschland: Vorbild Mensch: Der Industrieroboter Baxter | freelancermap Konkret - IT-Projekte für Freelancer, Selbstständige und Freiberufler







 
freelancermap Konkret

Vorbild Mensch: Der Industrieroboter Baxter

26.09.2012

Vorbild Mensch: Der Industrieroboter BaxterDass unsere Arbeitskraft immer häufiger von Robotern übernommen wird, ist nichts Neues. Doch dass die Roboter immer menschlichere Züge bekommen, wirkt befremdlich. So wie Baxter, der zwei Arme und sogar ein Gesicht hat.
Industrieroboter sind eigentlich Maschinen, die ganz bestimmt Funktionen erfüllen sollen. Schweißen, Montieren, große Gewichte heben – Dinge, für die nicht unbedingt ein menschliches Aussehen notwendig ist. Doch das US-Unternehmen Rethink Robotics hat Baxter entwickelt, einen Industrieroboter, auf dessen Gesicht sogar die Mimik sichtbar wird.

Der Roboter ist 1,80 Meter groß und 136 Kilogramm schwer. An seine Arme können je nach Bedarf verschiedene Greifer oder Saugnäpfe angebracht werden. Die Arme haben sieben verschiedene Freiheitsgrade und können jeweils 2,3 Kilogramm heben. Fünf Kameras im Kopf, Arm- und Brustbereich sorgen für Baxters Wahrnehmung. Weil er sich nicht selbst fortbewegen kann, steht er auf einem Gestell mit Rollen.

Laut dem Hersteller Rethink Robotics sei Baxter für den Einsatz in der Industrie gedacht. Sein Vorteil ist, dass er sich automatisch an die Gegebenheiten anpasst. Wenn er also Werkstücke auf ein Fließband legt oder herunternimmt, wird er von selbst langsamer sobald sich die Geschwindigkeit des Fließbands verringert. Er kann auch Produkte aus- oder verpacken oder Maschinen bedienen.

Auf einem Display wird das Gesicht des Roboters durch zwei Augen dargestellt. Nach dem Vorbild Mensch findet auf dem Display ein Mienenspiel statt, an dem die menschlichen Kollegen von Baxter seinen Status ablesen können. Das US-Wissenschaftsmagazin Technology Review berichtet, dass Baxer zum Beispiel besorgt schaue, wenn er einen Fehler gemacht habe.

Aufwendig programmiert werden müsse Baxter nicht, die Bedienung sei denkbar einfach, verspricht das Unternehmen. Sobald ein neuer Gegenstand von ihm bearbeitet werden solle, werde er einfach vor eine der fünf Kameras gehalten. Indem seine menschlichen Kollegen seine Arme in der erforderten Weise bewegten, lerne er neue Aktionen. Ein paar Aktionen seien bereits vorprogrammiert, sie könnten über Schalter an den Armen gestartet werden.

Baxter soll, anders als seine bisherigen Roboterkollegen, direkt mit den Menschen zusammen arbeiten. Er brauche keine Sicherheitszone, weil er mit den Kameras sowie einem Rundumsensor erkenne, wenn sich ihm ein Mensch nähere. Durch eine Veränderung des Gesichtsausdrucks zeige er dem Menschen, dass er ihn bemerkt habe. Seine Bewegungen werden dann langsamer. Sollte es doch zu einem Zusammenstoß kommen, ist Baxter vorsichtshalber an diversen Stellen gepolstert.

Im Oktober soll der vermenschlichte Industrieroboter für 22.000 US-Dollar auf den Markt kommen. Sein Erfinder hofft, dass er wegen seines relativ geringen Preises und der einfachen Bedienung auch für kleine und mittlere Unternehmen interessant sein könnte. Durch die Kostensenkung sollten sie im Vergleich zu Billiglohnländern konkurrenzfähig bleiben.

Hinter dem Unternehmen steht Rodney Brooks. Er war Professor für Robotik und gründete bereits 1990 mit Studenten iRobot. Die Firma ist mit Robotern für die Armee und den Haushalt erfolgreich. 2008 verließ er iRobot, um Heartland Robotics zu gründen, das in diesem Jahr in Rethink Robotics umbenannt wurde. Die Idee zu Baxter kam ihm, als ihm aufgefallen ist, dass in der Elektronikbranche immer noch viele Prozesse per Hand erledigt werden. Viele Arbeitgeber verlegen einzelne Arbeitsschritte nach Asien – Baxter soll nun eine Alternative sein.

Quelle: golem.de
Bild: © Aleksandr Bedrin - Fotolia.com






Weitere Artikel

Kein Schmerzensgeld für den WLAN-Allergiker
Nach einem dreijährigen Gerichtsverfahren steht fest: Der WLAN-Allergiker Arthur Firstenberg hat den Rechtsstreit gegen seinen Nachbarn verloren. ...


Klassisches Eigentor von Samsung
Damit hatte Samsung wohl eher nicht gerechnet: Als das koreanische Unternehmen auf Facebook fragte, welches elektronische Gerät die User auf eine ...


Neuer Rekord: 1 Petabit/s in Glasfaserkabel
In Japan ist ein neuer Datenübertragungsrekord aufgestellt worden. Eine Gruppe von Entwicklern gelang es, über eine Strecke von 52,4 Kilometern ...

Kommentare

Artikel kommentieren

Name:*
E-Mail: (wird nicht veröffentlicht)

Kommentar*:
Sicherheitscode 5bb55:*


freelancermap footer border
www.freelancermap.de | www.freelancermap.at | www.freelancermap.ch | www.freelancermap.com