Deutschland: Telekom überwacht seine Entertain-Kunden | freelancermap Konkret - IT-Projekte für Freelancer, Selbstständige und Freiberufler
Telekom überwacht seine Entertain-Kunden |
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12.09.2012
Dass ein Kunde sein Fernsehprogramm aufnehmen kann, ist nichts Neues. Dass der Kunde selbst aufgenommen wird, aber schon. In den letzten Wochen erhielten immer mehr Telekom-Kunden einen Brief mit der Benachrichtigung, dass seit Mitte Juli das Fernseh-Verhalten der Kunden aufgezeichnet wird.
Der Verdacht liegt nahe, dass die Telekom mit ihren Daten die Werbeeinnahmen erhöhen will. Für die Quotenerhebung ist eigentlich die GFK zuständig, die mit 5640 Haushalten berechnet, was die deutschen Haushalte sich ansehen. Natürlich ist es reizvoll, wenn 1,7 Millionen Entertain-Kunden kurzerhand dazu „bereit erklärt werden“, weitaus aussagekräftigere Daten umsonst an die Telekom zu liefern. Denn zu wissen, welche Kunden wann welche Sendung verfolgen, ist den Werbekunden viel Geld wert.
Widerspricht der Kunde nicht ausdrücklich der Datenerhebung, stimmt er automatisch zu. Die Verbraucherzentrale Bundesverband kritisiert das Verfahren, das für einen Widerspruch nötig ist. Der Kunde muss einen PIN eingeben, was weder technisch noch rechtlich Sinn macht, sondern lediglich eine weitere Hürde darstellt. Diese erhöht natürlich die Chancen, dass der Kunde einfach alles über sich ergehen lässt und aus Bequemlichkeit oder Unwissenheit nicht widerspricht.
Die Telekom wehrt sich. Der Datenschutzbeauftragte Claus-Dieter Ulmer ist der Meinung, die Telekom hätte sowieso mehr als nötig getan: "Da Entertain ein Telemediendienst ist, hätte es genügt, die Kunden in den Datenschutzhinweisen zu informieren – so wie es die meisten anderen Diensteanbieter etwa auf ihren Webseiten tun."
Und so verhindern Sie, dass die Telekom Ihre Daten sammelt: Im Menü Ihrer Entertain-Box rufen Sie den Punkt „Einstellungen“ auf. Geben Sie ihre PIN ein und widersprechen Sie über Ihr Benutzerkonto unter dem Punkt „Datenschutz“.
Die Telekom sorgt nicht nur mit ihrem Daten-Klau für Ärger bei den Kunden. Seit einigen Tagen können Inhaber der Datenflat nicht mehr auf Instant-Messenger-Dienste wie Whatsapp oder Skype zugreifen. Laut Telekom ist ein Software-Update schuld, durch die Veränderung einiger Parameter werde die Nutzung beeinflusst. Doch ein Forenbeitrag macht im Internet die Runde: "Ich hatte gerade ein Gespräch mit der T-Mobile-Hotline und mir wurde mitgeteilt, dass für alle, die die Datenflat haben, die Messenger-Ports geschlossen werden. Nach Aussage der Hotline liegt der Grund hierfür doch klar auf der Hand, die Flat sei ja nur zum Surfen da und nicht, um sich mitzuteilen, und dass es bis jetzt nur wegen einer Lücke im System funktioniert hat, die man nun geschlossen hat.
Quellen: welt.de, golem.de
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Bereits seit Mitte Juli überwacht die Telekom das Nutzungsverhalten seiner Fernseh-Kunden. Zwar wurden diese in einem Brief darauf hingewiesen, doch Verbraucherschützer schlagen Alarm. Kunden sollten sich auf jeden Fall die Mühe machen, der dreisten Datensammelei zu widersprechen.























