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Deutschland: Datenübertragung des Auges entschlüsselt | freelancermap Konkret - IT-Projekte für Freelancer, Selbstständige und Freiberufler







 
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Datenübertragung des Auges entschlüsselt

22.08.2012

Datenübertragung des Auges entschlüsseltBei Menschen sowie unter anderem auch bei Mäusen mit gesunden Sehfähigkeiten fällt Licht ins Auge auf die Rezeptoren der Retina. Diese Rezeptoren senden daraufhin Signale, welche von der Netzhaut verarbeitet und anschließend in Nervenimpulse codiert werden.
Sogenannte Ganglien übertragen die Impulse dann wiederum an das Gehirn, wo sie letztendlich zu Bildern zusammengesetzt werden. Ist dieser Prozess an einer bestimmten Stelle gestört, tritt Blindheit auf. Das geschieht in der Regel wenn geschädigte Zellen oder auch die Rezeptoren selbst eine Verarbeitung von Signalen verhindern - die Ganglien sind hingegen meist noch funktionsfähig. Daher kann in einem solchen Fall auch die Sehfähigkeit wieder hergestellt werden, sofern es gelingt die Nervenzellen richtig anzusprechen.

Zu diesem Zweck muss jedoch nicht nur eine große Anzahl von Zellen simuliert werden. Es ist auch der richtige Code erforderlich mit welchem die Retina normalerweise mit dem Gehirn kommuniziert. Bei diesem Code handelt es sich um ein System aus Gleichungen, welches das Muster aus Licht in elektronische Impulse umsetzt. Zwei US-Wissenschaftlern ist es nun gelungen eine Retina-Prothese auf Basis dieser Erkenntnisse zu konstruieren und damit blinde Mäuse wieder sehen zu lassen. Das Herzstück der Prothese ist ein spezieller Encoder, bei dem sich um einen Chip handelt, in welchen das Gleichungssystem implementiert ist. Dieser Chip verwandelt die ins Auge kommenden Bilder in einen Strom aus elektrischen Impulsen. Diese werden an einen Miniprojektor weitergeleitet und dort in elektrische Lichtimpulse umgesetzt. Die Lichtimpulse regen wiederum ein lichtempfindliches Protein an, welches in die Ganglien eingesetzt wird und Impulse an das Gehirn überträgt.

Um diese Technik letztendlich auch für den Menschen nutzbar zu machen, wurde bereits der neutrale Code der Affen-Retina entschlüsselt. Diese ist in weiten Teilen mit der des Menschen identisch. Zwar haben alle bisher entwickelten Retina-Prothesen eine noch eher geringe Auflösung womit lediglich Lichtpunkte oder Kanten mit starkem Kontrast erkennbar sind. Jedoch sollen künftig auch hochauflösende Exemplare für das Erfassen kompletter Bilder entwickelt werden.

Quelle: www.golem.de
Bild: © Eisenhans - fotolia.com






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