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Deutschland: Älteste Schallplatte der Welt wieder hörbar! | freelancermap Konkret - IT-Projekte für Freelancer, Selbstständige und Freiberufler







 
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Älteste Schallplatte der Welt wieder hörbar!

04.07.2012

Älteste Schallplatte der Welt wieder hörbar!Anhand eines Papierdrucks hat der US-Medienhistoriker Patrick Feaster von der Indiana University die älteste Schallplatte der Welt wieder hörbar gemacht.
Bei der Aufnahme handelt es sich um Friedrich Schillers Ballade „der Handschuh“ aus dem Jahr 1889 von Emile Berliner, dem Erfinder der Schallplatte und des Grammophons.Zwar ist die originale Schallplatte selbst schon längst nicht mehr vorhanden, jedoch existiert ein abgedrucktes Bild von dieser aus dem deutschen Magazin „Über Land und Meer“ von 1890.

In dem von Emile Berliner entwickelten und als Seitenschrift bekannten Gravurverfahren werden die Toninformationen in horizontaler Ausrichtung mit einer Rille eingeprägt, wobei diese an jeder Stelle gleich tief ist. Allein dadurch war es überhaupt möglich, die Aufnahmen in Druckform darzustellen. Diese Form scannte Feaster schließlich aus dem Magazin in hoher Auflösung ein und bearbeitete sie am Rechner. Das Ergebnis sieht einer modernen Tonspur sehr ähnlich und die kostenlose Spezielsoftware Imagetosound macht daraus wieder erkennbare Töne. Mit Hilfe dieser Methode hat Feaster auch schon andere abgedruckte Platten wieder abspielbar gemacht. Beispiesweise half er damit auch bei der Identifizierung und Rekonstruktion der bisher einzigen bekannten Tonaufnahme des „Eisernen Kanzlers“ Otto von Bismarck.

Auf seiner privaten Website (http://www.phonozoic.net) hat Patrick Feaster zahlreiche weitere phonographische Werke im MP3-Format zum Anhören bereitgestellt. Darunter befindet sich auch die spektakuläre Rekonstruktion der ersten Walzenaufnahme des großen Erfinders Thomas Alva Edison, welche 1877 angefertigt worden ist. Doch bereits vor Edison gab es Versuche, Töne festzuhalten, die Feaster nun mit Hilfe einer von ihm selbst entwickelten Software wiederzugeben versucht. So gelang es ihm nach eigener Aussage sogar, anhand von Zeichnungen einer Drehorgelwalze, die er in einem Buch aus dem Jahr 1650 entdeckt hatte, die darin beschriebenen Klänge hörbar zu machen. In einem seiner nächsten Projekte plant er sogar, einem Buch aus dem zehnten Jahrhundert Töne zu entlocken.

Quelle: www.golem.de
Bild: © mashe - fotolia.com






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